Musiktherapie

 

integrativ

kreativ

gestalttherapeutisch

Musiktherapie lädt dazu ein, über Rhythmus, Klänge und Geräusche Ausdruck für inneres Erleben zu finden. Selbst-Überzeugungen wie die, nicht „musikalisch“ zu sein oder nicht singen zu können, werden im geschützten Raum hinfällig. Im Zentrum steht nicht Wohlklang oder Können sondern der Zugang zum Selbsterleben.

Durch den Ausdruck auf Instrumenten oder mit der eigenen Stimme kann dem Erleben im therapeutischen Kontext eine neue Bedeutung gegeben werden. Über das Selbstvertrauen ins eigene Spiel wächst das Selbstbewusstsein und es entstehen neue Formen und Möglichkeiten der Begegnung.

Es werden neue Wege beschritten, um eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Kreativität und Spontaneität entwickeln sich im Zusammenspiel mit der Therapeutin.

Zielgruppen

Mein Angebot wendet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und umfasst beratende und therapeutische Module.

Verträumte oder schüchterne Kinder, die keinen Anschluss in der Klasse finden oder Scheu haben, sich im Unterricht zu beteiligen, können durch positive Erfahrungen mit Musik, durch Improvisation oder das Erfinden kleiner Melodien, an Selbstbewusstsein gewinnen. Es wird möglich, sich vor anderen damit zu zeigen und positive Rückmeldungen zu bekommen. In solchen Fällen empfiehlt sich ggf. eine Teilnahme zu zweit.Auch Erwachsene fühlen sich bestätigt, wenn sie sich – einfacher und schneller als erwartet – über ihre eigene, selbst gestaltete Musik, hörbar machen.

Kinder, die Probleme haben, sich in Gruppen zu integrieren, auf andere zu achten und eigene Wünsche angemessen zu äußern, können vom gemeinsamen Musizieren in kleiner Gruppe profitieren. Hier wird das gegenseitige Wahrnehmen und die gegenseitige Wertschätzung aller Gruppenteilnehmer gefördert.Für das musikalische Miteinander wird es möglich, sich ohne viele Worte zu einigen.

Ein weiteres Betätigungsfeld liegt in der übungsfokussierten Anwendung von Musiktherapie mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Personen. Die Musik ermöglicht es, ins Schwingen zu kommen und den eigenen Körper gezielter wahrzunehmen und einzusetzen. Blockaden können sich lösen und Entspannung aber auch Aktivierung kann erfahren werden.

Im Rahmen von Inklusion kann Musik das verbindende Element zwischen heterogenen Gruppen darstellen und eine große Vielfalt des Ausdrucks ermöglichen. Durch Klänge, Geräusche und Rhythmen, die nicht bewertet werden, erhält jede/r einen besonderen Spiel-Raum in der Gruppe, um etwas von sich zu zeigen und damit in einem großen Ganzen angenommen zu werden.

Auch bei Auffälligkeiten aus dem autistischen Spektrum bildet Musik ein nicht sprachliches, alternatives Angebot zur Kontaktaufnahme und -gestaltung.

Im Bereich der Arbeit mit Älteren bildet das Teilen von musikalischen Erinnerungen wie z. B. Liedern oder das gemeinsame Anhören vertrauter Musik aus früheren Lebensphasen das Fundament für Ansprache und Kontaktaufbau. Über die Musik können Gedächtnisfunktionen und eine ganzheitliche sinnliche Wahrnehmung reaktiviert werden. Somit ist ein Angebot von Musik auch angezeigt, wenn Antriebsminderung und Interesselosigkeit oder andere depressive Symptome wie Beeinträchtigung der Konzentration oder der Stimmung vorliegen. Gefühle werden unmittelbar erlebt und differenziert: Ängste, Wut oder Traurigkeit zu erkennen wird z. B. ebenso möglich wie Freude oder Lebenslust auszudrücken.

Wird Musiktherapie stabilisierend erlebt, kann sie helfen, Anpassungsstörungen, die z. B. nach belastenden Lebensereignissen auftreten, zu überwinden. Dies gilt auch für posttraumatische Belastungsstörungen. Selbstwirksamkeit, Kontrollvermögen und gefühlte Sicherheit werden aufgebaut. In Kombination mit dem systemischen Ansatz kann sowohl der Einzelne betrachtet werden als auch er als Teil verschiedener Systeme bzw. Gruppen (Familie, Kollegen, Freunde etc.)